La Palma, Isla bonita
Aktualisiert (Montag, den 23. August 2010 um 21:47 Uhr) Geschrieben von: Administrator Montag, den 16. August 2010 um 18:30 Uhr
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La Palma nennt man auch "isla bonita, isla verde", die schöne, die grüne Insel. Sie macht ihrem Namen alle Ehre, da sie im Norden und Osten mit üppiger Vegetation bewaldet ist. In den höheren Lagen dominieren die Pinienwälder, während in den tiefer gelegenen Regionen schon fast tropische Vegetation vorherscht.
Begünstigt werden die Lorbeer, Nebelwälder vom Passatwind, der feuchte Meeresluft an die Berghänge weht und so für eine mystische Nebellandschaft sorgt. Über der grünen Landschaft trohnt der große Schichtvulkan Roque de los Muchachos mit seinem riesigen Krater der Caldera de Taburiente.
La Palma ist seit ihrer Entstehung ca. 2 Millionen Jahre alt und ist damit die jüngste Insel der Kanarischen Inseln. Vom Grund des Meeres (ca. 4000 Meter tief) ragt nur das oberste Drittel heraus (2400 m). Mit ihren Abmessungen, 43 km in der Länge und 28 km in der Breite ist sie die steilste des Archipels. Insgesamt kommt dieser riesige Vulkanberg auf eine imposante Gesamthöhe von rund 6500 Meter. Der nördlichtes Teil ist sehr schroff und zerklüftet. Für den Natur- und Fotofreund bietet La Palma daher reichlich Stoff um ganze Bildalben zufüllen.
Mit Leichtigkeit kann die Insel daher mit dem Landschaftsbild aus dem Hollywood Streifen "Jurassic Park" mithalten. Einige Spezies der Dinosaurier scheinen auch hier überlebt zu haben, allerdings in einer deutlich kleineren Ausführung. Die Blaukehl-Eidechse (Gallotia galloti palmae) ist einer der endemischen Tierarten, die nur auf den Kanarischen Inseln vorkommen. Diese Eidechse bevorzugt offene, steinige Landschaften und lebt gerne in den Ritzen der kanarentypischen Natursteinmauern. Als Nahrung bevorzugt sie Pflanzen und kleine wirbellose Tiere.
Die Feuchte des Nordens sorgt auch in den Pinienwäldern für eine skurile Atmosphäre. Moose und flechtenartige Strukturen hängen an den Ästen der knochigen Pinien herunter. Am Ortsausgang von Barlovento folgt man der LP-111 in die bergige Landschaft des Nordens. Über eine schmale Route führt diese Straße entlang den nördlichen Hängen des dominierenden "Roque de los Muchachos".
Ab ca. 1500 m Höhe beginnt die Region der Kanarischen Kiefer (Pinus canariensis). Die langen biegsamen Nadeln sind zu dritt gebüschelt. Das harte rötliche Holz wird noch heute gern für Balkone und Holzdecken verwendet. Die Kiefern begünstigen auch die Kondensation des vom Meer herangewehten feuchten Passatwindes. So kondensiert der Nebel an den Nadeln aus, tropt ab und versorgt so den Baum mit dem lebensspendenden Elexier. Ein natürliches Ereignis sind auch Brände in den Kiefernwäldern. Bei Bränden wird nur die korkähnliche Rinde verkohlt, der Stamm bleibt jedoch unbeschadet. So spriessen nach kurzer Zeit wieder neue Triebe aus dem Baum und die Natur holt sich schnell den Lebensraum zurück.
Auf der westlichen und südlichen Seite der Insel schwenkt das Landschaftsbild um. Hier herrschen mediterane Pflanzen vor. Deutlich steil fallen die Hänge ins Meer ab. Im einsamen nord-westlichen Teil bei Garafia scheint noch heute die Zeit stehen geblieben zu sein. Erst seit den 90-iger Jahren verband eine Straße Barlovento und Garafia. Kurz nach Garafia führt die LP-114 herunter an die Steilküste zum Petroglyphenfeld (Felsgravuren).
Hier liegt auch der ehemaligen kleine Hafen von Garafia - Puertito de Santo Domingo. Bis Ende des 20. Jh.s wurde noch der Warentransport von und nach Garafia über diesen kleine Hafen an der Steilküste abgewickelt. Bei rauher See und in den Wintermonaten war ein Anlegen der Boote kaum möglich.
Die Wildheit und Schönheit dieser Gegend kann man kaum mit Worten beschreiben. Lassen wir die Bilder dieser eindrucksvollen Küste einfach auf uns wirken. Einmal im Jahr findet am 12. und 13. Juni in Garafia die Fiesta San Antonio del Monte statt. Im Rahmen der Fiesta wird auf dem großen Platz der nahegelegenen Ermita de San Antonio auch der größte Viehmarkt der Insel abgehalten.
Uns treibt es jedoch zu einer der faszinierendsten Landschaften der Insel. Kommt man vom Süden zweigt kurz vor Los Sauces eine schmale Straße in den Barranco del Agua ab. Die schmale Schlucht ist vom Wasser geprägt und beheimatet den größten zusammen hängenden Lorbeerwald. 1983 wurde dieser Lorbeerwald "El Canal y los Tilos" zum Biosphärenreservat durch die UNESCO erklärt.
Man kommt sich hier in die Urzeit zurück versetzt. Überall kleiden Farne und Moose die turmhohen senkrechten Felswände des Barranco del Agua ein. Flechten hängen von den Ästen herab, hier und dort plätschert Wasser. Farne und Moose bedecken Steine. Im Sommer wenn der Barranco del Agua kein Wasser führt lockt eine halsbrecherische Tour durch das Flussbett. Über tonnenschwere Steinbrocken kann der Abenteurer sich Meter über Meter den Flußlauf hoch kämpfen.
Langsam wird es immer enger und enger und die Sonnestrahlen erreichen nur noch spärlich den Boden. Schaut man nach oben fühlt man sich angesichts der übermächtigen Felswände irgendwie klein. Eine Kuppel aus Lavagestein baut sich über dem Betrachter auf. Ab und zu tropft einem Wasser auf die Stirn. Eine beruhigende Stille macht sich breit, hier möchte man für ewig verweilen.
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![[La-Palma] Die Westkanaren-Eidechse [La-Palma] Die Westkanaren-Eidechse](http://www.youmonster.de/cache/68_images_foto_La-Palma_001.jpg)
Kommentare
Klasse!Klasse!K lasse!
Sonnige Grüße
Ripley
das mit den zensierten Worten macht das Kommentarmodul für Joomla automatisch. Da gibt es in den Einstellungen eine Wortliste die automatisch ersetzt werden, alles engl. Schimpfwörter. Habe das besagte engl. Wort rausgenommen. Jetzt könnt ihr Klasse wieder benutzen!
Viele Grüße
Uwe
Ist das eine englische/amerikanische Seite...? oder soll das ein Witz sein....?
Kann leider nicht drüber lachen...
Klasse, jetzt sieht unser Berg noch schöner aus
Gruß aus der Sonne
Ripley
eine schulkameradin wohnt auch dort seit 20 jahren.
ich werde wohl nie dorthin kommen ...
mit 2 hunden kann man schlecht fliegen *gg*
super, vielen Dank für dein Feedback. Ja die Insel hat es uns angetan. Die 2 Wochen Urlaub waren die schönsten und eindruckvollste n seit Jahren! Welche Schande, wie konnte ich Muchachos nur mit "n" schreiben. Sollte gleich korrigiert sein.
Da brauche ich ja wohl nicht weiter zu erklären, warum wir seit Jahren hier leben
Auch Deine Bilder präsentieren einen schönen Überblick über typische Insel-Eigenheiten.
La Palma - ein Mini-Kontinent mit vielen Gesichtern und Klimaten eben.
Kleiner Hinweis: "unser höchster Inselberg" heißt "Roque de Los Muchachos" ohne "n"
Schöne Grüße von La Palma Ripley
alle bilder sind super; nur die 2 letzten nicht so ! aber die kann man mit bildbearbeitung retten indem man die chromatische abberrationen wegnimmt.
lg. elvi
Eine sehr gute Leistung
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