Wirkungsvolle Fotos

Worin liegt das Geheimnis von schönen und interessanten Fotos? Einige Bilder ziehen uns regelrecht magisch an. Andere scheinen zwar technisch perfekt, dennoch wirken sie lieblos und langweilig. Mag sein, dass wir mit vollem Engangement ein Motiv aufgenommen haben, jedoch erzielen wir damit keinen Lob. Worin liegt der Unterschied zu den Bildern, die regelmässig auf Fotowettbewerben zum König gekürt werden? Das Zauberwort heißt Bildgestaltung. Wir zeigen Ihnen an einigen Beispielen, wie sie mehr aus einem Motiv herausholen.

Fische im blauen MeerGerade für Anfänger in dieser Materie gibt es einige goldene Regeln die zum Erfolg führen. Selbst das beste Wissen von der Technik und eine hervorragende Fotoausrüstung bedeutet nicht gleichzeitig, dass wir uns auf dem Erfolgsweg befinden. Wirkungsvolle und ausdrucksstarke Bilder haben jedoch nichts mit Zauberei zu tun. Beherzigen sie einfach folgende Tipps zur Bildgestaltung.

Schnelle Bewegungen festhalten

Möchten Sie auf dem Nürnburgring einen Sportwagen oder ein Motorrad in rasanter Fahrt auf Leinwand bannen, sollten sie ebenfalls etwas sportlich aktiv werden. Spurtet der Sportwagen an Ihnen vorrüber, ziehen sie die Kamera einfach mit. Durch die Mitbewegung bleibt der Wagen scharf, der Hintergrund verwischt. Die Verwischung ist in diesem Falle gewollt, um bei dem Motiv die Geschwindigtkeit zum Ausdruck zubringen.

Manchmal ist weniger mehr

Steine im MeerOftmals fangen wir mit unserer Kamera zu viele Bildelemente ein. Zu schön sind die Eindrücke die wir von unserer Städtetour oder Urlaubsreise mitnehmen möchten. Manchmal ist jedoch weniger mehr. Achten Sie daher darauf, dass nicht zuviele Objekte auf Ihrer Speicherkarte landen. Das Heilmittel heißt hier "Reduktion". Gehen Sie näher ran oder benutzen Sie ihren Zoom um ausgewählte Elemente zuerfassen. Ein Beispiel: Vielleicht mögen Steine nichts Besonderes sein. Doch in einem Meerestümpel können Steine mit Meeresalgen eine gelungene Komposition bilden.

Kontraste schaffen

Eine stachelige SchönheitUnsere Augen können sehr gut mit Kontrasten umgehen. Am besten zeigt sich dies bei schwarz-weiß Aufnahmen. Für unsere Bildgestaltung ist es daher ein Unterschied, ob der Kontrast im Bild hoch, normal oder eher gering ist. Es ist hilfreich wenn man sein Motiv von mehreren Seiten untersucht um festzustellen welche Perspektive geeignet ist. Auch die Beziehung des Motives zum Vordergrund und Hintergrund kann ausschlaggebend sein. Schießen sie mehrere Bilder, so können sie später zuhause am Computer die beste Aufnahme rausfiltern. Eine Aufnahme in einem Kaktusgarten vor einer schwarzen Lavagesteinsformation zeigt hier deutlich die Wirkung von Kontrasten.

 

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